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Baugeschichte der Kirche Maria am Gestade in Wien
Kieslinger, A.;
Quelle: Restauratorenblätter, 1979

Standort in der IRB-Bibliothek: DEIRB 16Stei;
Schlagwörter zum Inhalt:
Naturstein
Sakralbau
Geschichte
Bauperiode
Mittelalter
Romanik
Gotik
Mauerwerk


Der Vorgängerbau, eine "Kapelle", bereits 1158 und 1161 urkundlich erwähnt, brannte 1262 bei dem großen Stadtbrand ab. Der darauf folgende Neubau wird zwar in Quellenschriften nicht überliefert, ist aber aus vielen späteren Urkunden unter anderem über die Priester an dieser Kirche und über Patronatsstreitigkeiten für die Zeit um 1272 zu schlußfolgern. Um 1318 bis etwa 1369 erfolgt der Bau des Chores, 1394 bis etwa 1427 der Bau des Langhauses durch Meister Michael als Ersatz für den Bau von 1272 (in einer Urkunde von 1369 als "hintere alte" Kirche bezeichnet). Die Datierung des Turmes ist etwas unklar, er steht räumlich und zeitlich zwischen beiden Kirchenteilen. Seine Vollendung wird um 1417 vermutet.
Die Kirche wurde bei allen Kriegsereignissen aufgrund ihrer Lage unmittelbar an der Stadtmauer mehr oder weniger stark beschädigt. So mußte der Turm nach den Zerstörungen von 1529 (erste Türkenbelagerung von Wien) in den Jahren von 1534 bis 1536 sehr weitgehend wiederhergestellt werden. Außerdem wurden mehrere Umgestaltungen im Kircheninneren vorgenommen, so die 1515 datierte Orgelempore. Die Schäden von 1683 wurden 1685 behoben. In den Franzosenkriegen ging fast die ganze Inneneinrichtung verloren, Wiederherstellung 1818-1819 mit vielen kleineren Arbeiten in den folgenden Jahren (Einbau von Oratorien 1826, außerdem 1830, 1850 und 1862). 1891 bis 1895 fand eine radikale Restaurierung unter Dombaumeister Luntz statt, die eine Erneuerung des Turmes von der Glockenstube aufwärts einschloß. Auch wurden 400 der alten Steinmetzzeichen mit 218 Formen zeichnerisch aufgenommen, dann aber im Zuge dieser und der nächsten Restaurierung von 1907 zu großen Teilen durch Überstocken entfernt. Teile der Erneuerung des Turmes mußten 1930-1931 unter Dombaumeister Kirstein wieder ersetzt werden.





Weitere Kurztexte aus dieser Quelle:

Kurztexte zur Denkmalpflege (64):

Gesteinsbestimmung an der Ruprechtskirche in Wien

Es handelt sich um glatten Bruchstein von grünlichem Sieveringer Sandstein und aus Lagen von ganzen Ziegeln und Bruchstücken mit hartem, weißem Kalkmörtel. Das vierte Turmgeschoß (um 1140) zeigt Bruchsteinmauerwerk (Stein wie oben), Fensterumrahmnungen und Kanten bestehen aus gespitzten Quadern aus Torton Wien-Süd. Sie bestehen aus einem grobkörnigen Leithakalksandstein mit eckigen Trümmern von Kalkalgen und gleichen dem Torton Wien-Süd.


Herkunft und Verwendung von Brennkalk für die mittelalterlichen Bauten Wiens

Fakten-Nr.: 1988017120815 Schlagzeile: Herkunft und Verwendung von Brennkalk für die mittelalterlichen Bauten Wiens Faktentext: Der Brennkalk wurde abgesehen von wenigen Ausnahmen von den Kalkvoralpen südlich von Wien bezogen, und zwar von berufsmäßgen Kalkbrennern. Die Quellen geben als Orte überwiegend Rodaun, selten Kalksburg, manchmal auch Brühl, Perchtoldsdorf, Baden und Vöslau an. Der Bedarf der Stadt Wien lag natürlich viel höher als der der Stephanskirche.


Ziegelgruben im Stadtgebiet von Wien im späten Mittelalter

Fakten-Nr.: 1988017120817 Schlagzeile: Ziegelgruben im Stadtgebiet von Wien im späten Mittelalter Faktentext: Bestandteile: Zu den am häufigsten im Stadtgebiet von Wien vorhandenen natürlichen Baustoffen gehören Tone und Lehme. Standorte: Es sind in Wien zwar keine römischen Ziegelöfen gefunden worden, doch sind sicherlich damals schon Ziegel in großen Mengen gebrannt worden. Ab 1499 wurden auch Ziegel in einer stadteigenen Ziegelei am Wienfluß sowohl für den Eigenbedarf als auch zum Verkauf ...


Gesteinskundliche Untersuchungen an mittelalterlichen Gebäuden Wiens

Fakten-Nr.: 1988017120819 Schlagzeile: Gesteinskundliche Untersuchungen an mittelalterlichen Gebäuden Wiens Faktentext: Analog zu den Untersuchungen an St. Stephan ("Die Steine von St. Stephan") - wenn auch im Einzelfall weniger vollständig - werden die mittelalterlichen Bauwerke im Stadtgebiet von Wien mit ihren Baustoffen einer technisch-naturwissenschaftlichen Betrachtung unterzogen. Die Bedingungen dafür waren nicht einfach: die Steine der normalen, unbeschädigten Bauwerke sind zum großen...


Gesteinsbestimmung eines Kapitells vom Seitenstettener Hof in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120820 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung eines Kapitells vom Seitenstettener Hof in Wien Faktentext: Abgesehen von Mauern unsicheren Alters ist das älteste sicher nachweisbare nachrömische Baustück in Wien eines von zwei Kapitellen, die 1825 beim Neubau des Seitenstettener Hofes knapp hinter der Ruprechtskirche gefunden wurden. Das Material dieses Stückes ist Flyschsandstein, vom Typus Sievering. Auf der Grundlage der Datierung dieses Objektes wurden weitreichende Folgerungen...


Übersicht 2: Einzelbeispiele für Wiener Baustoffe des Mittelalters und der Renaissance

an der Hofburg in Wien - Das Gestein am ehemaligen Kaiserspital in Wien - Gesteinskundliche Untersuchungen an Bauteilen des niederösterreichischen Landhauses in Wien - Datierung sogenannter gotischer Bauteile am Alten Rathaus in Wien - Zur Datierung von mittelalterlichem Altbestand an Privathäusern in der Inneren Stadt von Wien - Ergebnisse der materialkundlichen Untersuchungen am Haus Heiligenkreuzerhof in Wien - Gesteinsbestimmung an kleineren Steindenkmälern im I. Wiener Bezirk - ...


Herkunft der Sande für Baustoffe im mittelalterlichen Wien

Fakten-Nr.: 1988017120816 Schlagzeile: Herkunft der Sande für Baustoffe im mittelalterlichen Wien Faktentext: Sand für Mörtel und Pflasterung ist im Stadtgebiet von Wien in allen geologischen Formationen reichlich vertreten, als marine und sarmatische Sande, Belvedereschichten, Diluvial- und Alluvialsande. Früher war die Gewinnung des Sandes oft mit dem Abbau anderer Baustoffe verbunden, sei es einzelner zu Sandstein verhärteter Lagen (Türkenschanze, Gatterhölzl), sei es des unter dem Sand ...


Ätzung von Solnhofener Kalkschiefer an Objekten des 14. bis 16. Jh. in Wien

Einzigartig für den Solnhofener Stein ist seine Ätzung (bis auf ganz wenige Ausnahmen bei anderen Steinen wie dem Adneter Marmor). Gegenstände der Darstellung waren Zifferblätter für Sonnenuhren, Sprüche mit ornamentalen Verzierungen, Rechentische, Damspielbretter, genealogische Darstellungen und auch Grabplatten. Weitere Arbeiten, eine große Tischplatte, 1590, und drei dekorative Schriftplatten, 1556, 1561, 1571, befinden sich im Kunsthistorischen Museum in Wien und im Museum der Stadt Wien ...


Solnhofener Kalkschiefer an Steinarbeiten des Spätmittelmittelalters und der Renaissance in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120813 Schlagzeile: Solnhofener Kalkschiefer an Steinarbeiten des Spätmittelmittelalters und der Renaissance in Wien Faktentext: Der sehr feinkörnige Kalkschiefer der Umgebung von Eichstätt wurde Anfang des 19. Jhs. schuf der Bildhauer Loy Hering aus Eichstätt unter anderem das Denkmal des Truchseß Jobst von Wetzhausen, Deutschordenskirche, 1524, und den Sarkophag des Grafen Niklas Salm, Votivkirche, um 1539 (Zuschreibung). Alexander Colin hat unter anderem das Freigrab ...


Gesteinsbestimmung am Mauerwerk der Schottenkirche in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120822 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung am Mauerwerk der Schottenkirche in Wien Faktentext: Durch die Untersuchungen von 1948-1949 wurde eine Korrektur der früheren Meinung möglich, daß nur wenig von dem alten romanischen Bau (1155-1177) und den späteren Ergänzungen (1276) in dem barocken Umbau (1638) erhalten sei, nämlich die Pfeiler in der "finsteren Sakristei" und einige Spolien, unter anderem zwei romanische Löwen aus Sandstein. Die Freilegung großer Teile des alten ...


Materialkundliche Untersuchungen der mittelalterlichen Teile der Michaelerkirche in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120824 Schlagzeile: Materialkundliche Untersuchungen der mittelalterlichen Teile der Michaelerkirche in Wien Faktentext: St. Michael ist der größte, in seinem Hauptbestand geschlossen erhaltene romanische Kirchenbau Wiens (Chor von 1416, einige Kapellen und der oberen Teil des Turms sind jünger). Das Bruchsteinmauerwerk und die Fenstergewände der nördlichen Apsiskapelle, 1476 angebaut, 1620 durch den Umbau zur Werdenberg-Kapelle barockisiert, besteht aus feinkörnigem ...


Entstehungsgeschichte der Minoritenkirche "Maria Schnee" in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120826 Schlagzeile: Entstehungsgeschichte der Minoritenkirche "Maria Schnee" in Wien Faktentext: Die heutige Kirche hat sich schrittweise an die 1903 abgerissene Ludwigskapelle angegliedert. Älteste erhaltene Steinarbeit: Tympanonrelief von 1298 mit der Krönung Mariens, im Tor der Nordmauer eingemauert. Eine erste vorläugige Betrachtung der unteren, leicht zugänglichen Zeichen hat ergeben, daß sich am Unterbau des Turmes und an der Westfassade gleiche Zeichen befinden, am ...


Gesteinsbestimmung am Altbestand der Augustinerkirche in Wien

Bei diesen konnten alle wesentlichen Teile der alten Vorderseite (Nordfassade) unter der barocken Verschalung herausgeschält werden: Reste des Haupttores mit Säulen, Blattkapitellen und der Bogenlaibung des Tympanonfeldes, das vollständig erhaltene, riesige Mittelfenster, heute von der Orgel verdeckt, und ein hohes Giebelfenster im Dachboden. Die Gliederungen dieser Bauteile bestehen aus Auerstein (wie im gleichzeitigen Albertinischen Chor von St. Stephan). Die Quader der Außenseite des ...


Gesteinsbestimmung an der Minoritenkirche "Maria Schnee" in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120827 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung an der Minoritenkirche "Maria Schnee" in Wien Faktentext: Die Gesteinsbestimmung des eigentlichen Altbestandes war bei dem schlechten Erhaltungszustand und den vielen Ausbesserungen sehr schwierig (besonders an der Nordmauer des Langhauses, die durch im 16. Jh. Einige örtliche Ausnahmen davon lassen spätere Vermauerungen von Durchbrüchen in frühere Anbauten vermuten: grob geflächte Sandsteinquader Typus Türkenschanze und Torton Wien-...


Gesteinsbestimmung an den bis 1600 erbauten Teilen von St. Stephan in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120825 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung an den bis 1600 erbauten Teilen von St. Stephan in Wien Faktentext: Die Befunduntersuchungen und Grabungen von 1949 ergaben: Vom ersten Bau (geweiht 1147) wurden Fundamente in Form eines Stücks Bruchsteinmauerwerk aus Flyschsandstein ausgegraben. Nach Gesteinsarten (ausnahmslos Torton Wien-Süd), Bearbeitung (diagonale Glattflächung), Versetzung (mit Plättchen von Flyschsandstein) und Steinmetzzeichen ist dieser Bauteil gut zu ...


Gesteinsbestimmung der romanischen Teile der Peterskirche in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120823 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung der romanischen Teile der Peterskirche in Wien Faktentext: Einziger Restbestand des romanischen Baus ist ein plumper Löwe, der in einem Pfeiler der barocken Krypta eingemauert ist. Es ist aber anzunehmen, daß gotische Steine als Spolien in den barocken Mauern stecken. Von den vorbarocken Grabsteinen ist ein einziger in den Neubau übertragen worden, der des Dr. Wolfgang Laz von 1565 aus rotem Adneter Marmor.


Gesteinsbestimmung an der Salvatorkapelle im alten Rathaus in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120829 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung an der Salvatorkapelle im alten Rathaus in Wien Faktentext: Die Kapelle in der Salvatorgasse ist heute fast ganz von den Gebäuden des alten Rathauses umschlossen. Sie besteht aus zwei verschiedenen Teilen: den Kern der Anlage bildet die hohe gotische Kapelle mit dem 3/8 Chor, 1301 zum ersten Mal urkundlich belegt, 1316 der Stadt Wien geschenkt, ursprünglich im ersten Stock über einer Durchfahrt gelegen. Sehr viel später wurde nördlich ...


Herkunft und Verwendung des Wiener Sandsteins allgemein

Fakten-Nr.: 1988017120804 Schlagzeile: Herkunft und Verwendung des Wiener Sandsteins allgemein Faktentext: Der sogenannte "Wiener Sandstein", der Flyschzone angehörig, ist das der Stadt Wien nächstliegende Baumaterial und wurde seit alter Zeit sehr vielfältig verbaut. Unter den älteren Brüchen lassen sich vier Gruppen von Gewinnungsstätten unterscheiden: - an den Abhängen des Wiener Waldes gegen die Stadt zu (Weidlingau, Hütteldorf, Rosental, Dornbach, Sievering, Grinzing) - am Steilrand des ...


Methodische Hinweise zur Untersuchung von Gesteinen an Wiener Bauwerken bis 1600

Fakten-Nr.: 1988017120799 Schlagzeile: Methodische Hinweise zur Untersuchung von Gesteinen an Wiener Bauwerken bis 1600 Faktentext: Der Nachweis, aus welchen Steinen oder sonstigen Baustoffen ein mittelalterliches Bauwerk besteht, erfolgt über zwei methodische Wege: zum einen über den gesteinskundlichen Befund am Bauwerk selbst, ergänzt durch Kenntnisse der alten Steinbrüche, zum anderen durch Sichtung der archivalischen Quellen. Beispiel: typische Gerölle der Kalkvoralpen und der Flyschzone ...


Die Beschaffung der Steine für mittelalterliche Bauten Wiens

Fakten-Nr.: 1988017120801 Schlagzeile: Die Beschaffung der Steine für mittelalterliche Bauten Wiens Faktentext: Natursteinbau war immer schon sehr teuer, wobei Bruchsteine aus nahen Vorkommen noch billiger waren als Ziegel. So verwundert es nicht, daß gerade in den ersten Jahrhunderten des Mittelalters neben der Gewinnung neuer Steine die Wiederverwendung gebrauchter Steine von großer Bedeutung war. Im Unterschied zur Stadt Wien erwähnen die Archive der großen Stifte schon sehr früh Brüche ...


Transport der Steine aus den Brüchen nach Wien

Fakten-Nr.: 1988017120803 Schlagzeile: Transport der Steine aus den Brüchen nach Wien Faktentext: Die Zufuhr der Steine aus den Brüchen war sehr teuer, da die Straßen schlecht waren und die Wagen nur begrenzte Mengen transportieren konnten. So kostete die Fracht der Steine für den Stephansdom, die aus der Gegend von Mannersdorf kamen, dreimal soviel als der Stein selbst. Entsprechende Rechnungen zur Fuhr des 8600 Kilogramm schweren Steins für den Tumbadeckel des Friedrichsgrabes (1479 von ...


Beispiele für die Wiederverwendung älterer Steine an mittelalterlichen Bauwerken Wiens

Fakten-Nr.: 1988017120802 Schlagzeile: Beispiele für die Wiederverwendung älterer Steine an mittelalterlichen Bauwerken Wiens Faktentext: An erster Stelle für die Wiederverwendung standen die ausgezeichneten römischen Steinarbeiten. So wurde an St.Stephan nachgewiesen, daß in den oberen Mauern des Albertinischen Chores Steine der abgetragenen romanischen Apsis stecken und in den Langhausgiebeln Reste einer romanischen Mauer. 1341 wurden die Steine des abgerissenen Hauses gegenüber dem Kloster...


Bestimmung von Steinen an mittelalterlichen Bauwerken Wiens mit Hilfe von archivalischen Quellen

Fakten-Nr.: 1988017120800 Schlagzeile: Bestimmung von Steinen an mittelalterlichen Bauwerken Wiens mit Hilfe von archivalischen Quellen Faktentext: Neben der gesteinskundlichen Befunduntersuchung am Bauwerk selbst ist die Durchforschung der archivalischen Quellen bei der Herkunftsbestimmung von Steinen sehr wichtig. Am ergiebigsten sind die Rechnungsbücher größerer Körperschaften: Rechnungen des Kirchenmeisteramtes von St.Stephan (ab 1404 erhalten), des Stadtkammeramtes der Stadt Wien (mit ...


Übersicht 1: Gesteinsarten und ihre Verwendung in der mittelalterlichen Architektur Wiens

Fakten-Nr.: 1988017120798 Schlagzeile: Übersicht 1: Gesteinsarten und ihre Verwendung in der mittelalterlichen Architektur Wiens Faktentext: Übersicht zugehöriger Fakten: - Methodische Hinweise zur Untersuchung von Gesteinen an Wiener Bauwerken bis 1600 - Bestimmung von Steinen an mittelalterlichen Bauwerken Wiens mit Hilfe archivalischer Quellen - Beschaffung der Steine für mittelalterliche Bauwerke Wiens -Beispiele für die Wiederverwendung älterer Steine an mittelalterlichen Bauwerken Wiens...


Weißer Marmor und Treuchtlinger Marmor in Bauten Wiens bis 1600

Fakten-Nr.: 1988017120812 Schlagzeile: Weißer Marmor und Treuchtlinger Marmor in Bauten Wiens bis 1600 Faktentext: Marmor von Strechau, Steiermark: Dieser weiße kristalline Marmor wurde der Überlieferung nach für die Tür- und Fenstergewände des neuen Landhauses der niederösterreichischen Stände bestellt (1569). Weißer kristalliner Marmor: An bodenständigen mittelalterlichen Arbeiten ist weißer Marmor in Wien nicht bekannt. wurde weißer Marmor aus auffällig weiten Entferungen nach Wien ...


Wiener Sandstein aus den mittelalterlichen Steinbrüchen von den Abhängen des Wiener Waldes

Fakten-Nr.: 1988017120805 Schlagzeile: Wiener Sandstein aus den mittelalterlichen Steinbrüchen von den Abhängen des Wiener Waldes Faktentext: Weidlingau: Die Brüche, von denen einer heute noch am Mühlberge besteht, werden seit der Mitte des 15. Jhs. 1575 mußte Hütteldorf neben anderen Gemeinden Steine für den Bau der Mauer um den Tiergarten der Katerburg (Vorläufer von Schönbrunn) liefern. Sievering: Ob der große Steinbruch beiderseits des Gspöttgrabens auf die Römerzeit zurückgeht, ist ...


Wiener Sandstein vom äußeren Wiener Wald für Bauten des 16. Jhs. in Wien

in Wien Faktentext: Die Steinbrüche am Außenrand des Wiener Waldes lieferten das Material für alle frühmittelalterlichen Bauten des Tullnerfeldes, vor allem für Tulln selbst. Die Herkunft des Sandsteins aus dieser Region ist aber in den Bauten selbst noch nachweisbar. Die von der vorangegangenen Zeit abweichende Ausführung in graugrünem Wiener Sandstein - nicht mehr im lichtgelben Leithakalk - ist kein Zufall, sondern durch einen Wandel in der "Gesteinsmode" bedingt.


Kalksteine des Leithagebirges für Bauten bis 1600 in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120809 Schlagzeile: Kalksteine des Leithagebirges für Bauten bis 1600 in Wien Faktentext: Das Leithagebirge mit dem Kroisbach-Ruster Bergzug im Süden und die Hainburger Berge enthalten mächtige Schichten von Kalksteinen und Kalksandsteinen des Miozäns der tortonen und sarmatischen Stufe. Die seltenen Erwähnungen (1476 in Urkunde und am Bau von St. Stephan belegt, 1435 Einkauf durch die Stadt Wien) sind jedoch nicht repräsentativ für die Verwendung des Steins, dem allein im ...


Herkunft und Verwendung von Marmor an den Bauten Wiens bis 1600

Fakten-Nr.: 1988017120811 Schlagzeile: Herkunft und Verwendung von Marmor an den Bauten Wiens bis 1600 Faktentext: Marmor (im Sinne eines polierfähigen Kalksteins) spielt in den mittelalterlichen Bauten Wiens keine Rolle. Da aber die Herstellung tief unterschnittener Reliefs und fast freiplastischer Figuren aus dem spröden Marmor sehr schwierig war, wurde dieser auch mit roter Farbe auf Sandstein vorgetäuscht (Figuren des Rudolfsgrabes in St. Stephan, um 1380). der rote Marmor an Grabsteinen ...


Kalksandstein von Eggenburg-Zogelsdorf an Bauten Wiens bis 1600

Fakten-Nr.: 1988017120810 Schlagzeile: Kalksandstein von Eggenburg-Zogelsdorf an Bauten Wiens bis 1600 Faktentext: In der Umgebung von Eggenburg finden sich ausgedehnte Vorkommen eines Kalksandsteins von der Fazies der Leithakalke, der Burdigalstufe des Miozäns angehörig und damit etwas älter als die Wiener Leithakalke der Tortonstufe. Der Eggenburger Stein taucht in Wien als Baumaterial erst in der zweiten Hälfte des 15. Jhs. nur selten angewendet (nur 1513 bis 1518 beim ersten Ausbau des ...


Leithakalke aus dem Wiener Becken für Bauten bis 1600 in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120808 Schlagzeile: Leithakalke aus dem Wiener Becken für Bauten bis 1600 in Wien Faktentext: Die jungmiozänen Kalksteine und Kalksandsteine des Wiener Beckens, vor allem der westlichen (Thermenlinie) und östlichen Umrandung (Leithagebirge) sind von frühester Zeit bis heute der Hauptbaustein von Wien. 1352 erwähnt, 1497 legte die Stadt Wien einen neuen Steinbruch an, um damit zwei Kalköfen zu versorgen, 1509 wurden Bruch und Ofen aufgegeben. Neben dem 1447 errichteten Bruch...


Wiener Sandstein von den Hängen des Donaudurchbruchs an Wiener Bauten bis 1600

Fakten-Nr.: 1988017120806 Schlagzeile: Wiener Sandstein von den Hängen des Donaudurchbruchs an Wiener Bauten bis 1600 Faktentext: Nußdorf: Es wurden zweierlei verschiedene Steine gebrochen, zum einen der Wiener Sandstein am Steilhang des Nußbergs und Burgstalls gegen die Donau, zum anderen der Leithakalk am Südhange. Älteste bekannte Lieferung: Quader für den Albertinischen Chor des Stephansdomes (1305-1340). Ein von der Stadt Wien betriebener Bruch ist von 1435 bis 1509 nachweisbar. ...


Gesteinsbestimmung am romanischen Bestand der Nikolai-Kapelle im Lainzer Tiergarten bei Wien

Fakten-Nr.: 1988017120861 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung am romanischen Bestand der Nikolai-Kapelle im Lainzer Tiergarten bei Wien Faktentext: Die sehr alte, kleine Nikolai-Kapelle liegt direkt außerhalb der Wiener Stadtgrenze am Rande des Lainzer Tiergartens auf einem (vorgeschichtlich?) künstlich aufgeschütteten Hügel. Die Kapelle mit Ostapsis wurde in plattigem Bruchsteinmauerwerk aus örtlichem Flyschsandstein mit sehr sorgfältig bearbeiteten Eckquadern (Ortsteinen) aus Torton Wien-Süd (...


Gesteinsbestimmung von Altbestand bis 1600 an Gebäuden im elften Wiener Bezirk

Fakten-Nr.: 1988017120853 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung von Altbestand bis 1600 an Gebäuden im elften Wiener Bezirk Faktentext: Neugebäude: Kaiserliches Lustschloß, von 1564 bis 1576 errichtet. Im östlichen Eingangstor zum sogenannten Löwenhof ist ein Quader aus weißem Marmor, eine sichere Spolie, eingemauert. Zentralfriedhof: In der Mauer östlich vom Haupttor (2. Tor) befinden sich einige Grabsteine des 15. bis 18. Jhs., die meist aus der Kapelle des Siechenhauses zu St. Marx stammen.


Das historische Straßenpflaster von Wien

Fakten-Nr.: 1988017120848 Schlagzeile: Das historische Straßenpflaster von Wien Faktentext: Wien hatte sehr früh ein für damalige Zeit in Ausmaß und Qualität hervorragendes Straßenpflaster. So wird bereits 1438 von dem mit hartem Stein gepflasterten Boden der Stadt berichtet (entgegen der späteren Behauptung, die Pflasterung habe erst 1558 begonnen). Dafür wurden durchweg Sandsteine, die Flyschsandsteine von Sievering und die sarmatischen Sandsteine von der Türkenschanze (Steinbruch ...


Steinbestimmung von Steinarbeiten bis 1600 im achten Wiener Bezirk

Fakten-Nr.: 1988017120850 Schlagzeile: Steinbestimmung von Steinarbeiten bis 1600 im achten Wiener Bezirk Faktentext: Das einzige in den Zeitabschnitt bis 1600 fallende Denkmal ist das "Bäckerkreuz" von 1598. Es handelt sich sicher um Torton Wien-Süd, wahrscheinlich aus der Gegend von Gainfarn. Der Tabernakel ist aus einem weichen, feinkörnigen Leithakalksandstein, vermutlich Breitenbrunner Stein.


Gesteinsbestimmung der "Spinnerin am Kreuz" und eines Grenzsteines im zehnten Wiener Bezirk

Fakten-Nr.: 1988017120852 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung der "Spinnerin am Kreuz" und eines Grenzsteines im zehnten Wiener Bezirk Faktentext: Spinnerin am Kreuz: Das älteste Kreuz an dieser Stelle war 1446 durch die Scharen Johann Hunyadys schwer beschädigt worden. Damit ist nicht der heutige Mannersdorfer Stein gemeint, sondern ein südlich von den modernen Brüchen gebrochener Kalksandstein, der früher als "Auerstein" bekannt war. Der alte Schaft mit der Jahreszahl 1548 wurde in neuerer Zeit...


Gesteinsbestimmung der Steinarbeiten bis 1600 im neunten Wiener Bezirk

Fakten-Nr.: 1988017120851 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung der Steinarbeiten bis 1600 im neunten Wiener Bezirk Faktentext: Das Grabmal des Grafen Niklas Salm von 1530, in der Votivkirche 1879 wieder aufgestellt, ist in Form einer Tumba mit Deckel gestaltet, Maße 2,56 x 1,36 m. Auf dem Deckel befinden sich Reliefdarstellungen des Bestatteten. Eingesetzt sind zehn kleine Rundmedaillons und sechs sonst gleiche glatte, runde Scheiben, sowie einige Streifen aus dem gelbgrauen Kalksinter von ...


Gesteinsbestimmung von Steindenkmälern bis 1600 im vierten Wiener Bezirk

Fakten-Nr.: 1988017120849 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung von Steindenkmälern bis 1600 im vierten Wiener Bezirk Faktentext: - Die alte Hofmühle in der Hofmühlengasse 9, ein Bau des 16. Jhs., läßt auf ihrer Nordseite das Bruchsteinmauerwerk aus grauem oder braun verwittertem Flyschsandstein (Typus der sogenannten Seichtwasserkreide) erkennen. Der apsisartige Anbau aus Ziegeln sowie die gotisierenden Fenster sind romantische Ergänzungen in "Laxenburger Gotik" und darum hier nicht zu behandeln.


Baugeschichte der mittelalterlichen Stadtmauern von Wien

Fakten-Nr.: 1988017120847 Schlagzeile: Baugeschichte der mittelalterlichen Stadtmauern von Wien Faktentext: Die Mauern des römischen Lagers haben bis weit ins Mittelalter bestanden und wurden zum großen Teil als Stadtbefestigung weiter verwendet. Das Material war nach den Angaben in den urkundlich überlieferten Rechnungen unter anderem Mannersdorfer Stein (= historische Bezeichnung, heute Auerstein) und Stein von Hochenbart. An einigen Stellen der Altstadt, zum Beispiel im Hof des Hauses ...


Gesteinsbestimmung an kleineren Steindenkmälern im I. Wiener Bezirk

Fakten-Nr.: 1988017120846 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung an kleineren Steindenkmälern im I. Wiener Bezirk Faktentext: - Relief mit Darstellung der Maria als Himmelskönigin, laut Inschrift 1482, im ehemaligen Kleinmariazeller Hof (Hofkammerarchiv) im Hof des Hauses Johannesgasse 6 = Annagasse 5, besteht aus dem die Figuren umfassenden Hauptteil mit den Maßen 180 x 60 x 40 cm, und den drei Blöcken darüber, dem Mittelstück mit dem Baldachin (82 x 47 x 33 cm) und den beiden Seitenteilen (je 48 ...


Gesteinsbestimmung am gotischen Altbestand von zwei Kirchen im dreizehnten Wiener Bezirk

Das Gestein ist zum Teil sicheres Sarmat, zum Teil konglomeratischer Leithakalk. Auf der Nordseite sind einige Quader aus feinkörnigem, gelbgrünlichem Sandstein sichtbar, vermutlich Pannon (vielleicht vom Gatterhölzl). Der spätgotische Bildstock an der Nordseite der Kirche stammt aus dem Anfang des 16. Jhs.


Gesteinsbestimmung am mittelalterlichen Bestand von Steinarbeiten im siebzehnten Wiener Bezirk

Fakten-Nr.: 1988017120856 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung am mittelalterlichen Bestand von Steinarbeiten im siebzehnten Wiener Bezirk Faktentext: Dornbacher Pfarrkirche St. Peter und Paul, Rupertusplatz: Der erste Bau dieser alten Kirche stammt von 1137 bis 1139. Bartholomäus (Kalvarienbergkirche): Der Barockbau von 1766 bis 1769 erhielt 1785 anläßlich der Erhebung der Bergkirche zur neuen Pfarrkirche einen neuen Turm aus den Steinen der abgetragenen gotischen Kirche. Zwei Reliefs am Haus ...


Gesteinsbestimmung am mittelalterlichen Bestand von Gebäuden und Kleindenkmälern im neunzehnten Wiener Bezirk

Das Haupttor auf der Nordseite ist aus Flyschsandstein, die Tympanonplatte aus löchrigem Sarmatkalkstein, Typus Atzgersdorf, ebenso das Tor auf der Westseite, Ergänzungen auch aus Zogelsdorfer Stein. Heiligenstädter Pfarrkirche St. Michael: Spätgotische Kirche, 1894 bis 1897 umgebaut, trotz Augenschein und Literaturhinweisen, wonach sie bis auf die Grundmauern abgetragen sei, sind noch Pfeiler und Quadermauerwerk vom Altbestand erhalten. Steinpfeiler mit Relieftabernakel im Gartenhof des ...


Gesteinsbestimmung am romanischen Altbestand der Pfarrkirche zum Hl. Jakob d.Ä. in Wien-Schwechat

Sie war, abgesehen von einer kleineren Apsis, ebenso groß wie der spätere Bau und bestand aus einem Chorquadrat mit neun Metern Außendurchmesser und einem Langhaus von 10 x 20 m. In den Mauern vorhandene Spolien (frühromanisches Würfelkapitell, Säulenbasen und Bruchstücke von Säulenschäften aus Torton Wien-Süd) verweisen auf einen noch früheren, ersten Bau. Nur die Pfeiler haben außen richtige Quader mit Zahnflächung, auf der Nordseite aus Torton Wien-Süd, auf der Südseite zu wenig typisch, ...


Gesteinsbestimmung an gotischen Teilen der Kagraner Pfarrkirche zum Hl. Georg im einundzwanzigsten Wiener Bezirk

Maria im Elend: Am gotischen Chor konnten infolge des Verputzes keine Beobachtungen über den Stein gemacht werden. Georg: Der gotische Chor stammt aus dem Anfang des 15. Jhs.. An einer Stelle eines Strebepfeilers konnten Ortsteine aus Flyschsandstein festgestellt werden.


Gesteinsbestimmung am "luckete Stein" im achzehnten Wiener Bezirk

Fakten-Nr.: 1988017120857 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung am "luckete Stein" im achzehnten Wiener Bezirk Faktentext: Der "luckete Stein", 1573 zum ersten Mal erwähnt, ist ein alter Grenzstein des Burgfriedens zwischen Währing und dem Kloster Michelbeuren. Er trägt auf der einen Seite die Initialen I.S. und die Zahl 1637, auf der anderen Seite eine nicht weiter lesbare Jahreszahl, beginnend mit 16.. . Es handelt sich um eine unregelmäßig zylindrische Säule von 1,28 m Höhe. Es ist der gleiche ...


Gesteinsbestimmung an den gotischen Teilen der Kirchen im vierzehnten Wiener Bezirk

Vor der Kirche steht eine Lichtsäule aus dem Anfang des 16. Jhs., die aus einem nicht näher bestimmbaren Leithakalk besteht. Baumgartner Kirche: Außen an der Kirche befindet sich der Grabstein des Pangratz Höritzer von 1511 mit einem Relief der Hl. Purkersdorfer Pfarrkiche: Am gotischen Chor ist mindestens der Sockel aus Flyschsandstein.


Bestimmung des mittelalterlichen Gesteins an der Deutsch-Ordenskirche in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120830 Schlagzeile: Bestimmung des mittelalterlichen Gesteins an der Deutsch-Ordenskirche in Wien Faktentext: Vom gotischen Altbestand (1326-1395) sind nur die Pfeiler zugänglich, die aus einem Leithakalksandstein unbekannter Herkunft bestehen. Das berühmte Epitaph des Jobst Truchseß von Wetzhausen, ein Original des Loy Hering von 1524, wurde aus poliertem Eichstätter Stein mit Einlagen von Böttinger Kalksinter gefertigt. Der Werkstein des Altaraufsatzes des Cuspinian von ...


Gesteinsbestimmung an gotischen Teilen von Dominikaner - Kirche und Kloster in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120837 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung an gotischen Teilen von Dominikaner - Kirche und Kloster in Wien Faktentext: Die heute bestehende Kirche ist der fünfte Bau an dieser Stelle und stammt in der jetzigen Form aus den Jahren 1630 bis 1633. Die verschiedenen alten, wesentlich weiter nach Osten vorragenden Chorbauten wurden in ihren Grundmauern beim Abtragen der großen Bastion (1874) ermittelt, die 1544 in engster Verbindung mit diesen alten Mauern und unter ...


Baugeschichte der Kirche Maria am Gestade in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120832 Schlagzeile: Baugeschichte der Kirche Maria am Gestade in Wien Faktentext: Der Vorgängerbau, eine "Kapelle", bereits 1158 und 1161 urkundlich erwähnt, brannte 1262 bei dem großen Stadtbrand ab. Um 1318 bis etwa 1369 erfolgt der Bau des Chores, 1394 bis etwa 1427 der Bau des Langhauses durch Meister Michael als Ersatz für den Bau von 1272 (in einer Urkunde von 1369 als "hintere alte" Kirche bezeichnet). 1891 bis 1895 fand eine radikale Restaurierung unter ...


Gesteinsuntersuchung am gotischen Altbestand der Kirche zu den neun Chören der Engel Am Hof in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120834 Schlagzeile: Gesteinsuntersuchung am gotischen Altbestand der Kirche zu den neun Chören der Engel Am Hof in Wien Faktentext: Zum mittelalterlichen Baubestand gehört das Mauerwerk des Chores. Das Material des Mauerwerks ist ausschließlich Cerithienkalk etwa vom Typus Atzgersdorf. Damit handelt es sich hier um den gleichen Werkstein wie die gleichzeitigen Teile von St. Stephan.


Bestimmung des gotischen Werksteinmaterials der Hofburgkapelle in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120836 Schlagzeile: Bestimmung des gotischen Werksteinmaterials der Hofburgkapelle in Wien Faktentext: Die Kapelle wurde 1447 bis 1449 errichtet. Infolge der Einmauerung in den Gebäuden der Hofburg ist nur im Kapellenhof der Chor sichtbar, ferner, unter dem Dach versteckt, das Giebelfenster der Westfassade. Die tieferen Teile dieser Chormauern - in einem Kellergang neben dem Heizhaus zugänglich - bestehen aus geglätteten Quadern, teils Sarmat, teils nicht näher zu ...


Probleme der Gesteinsbestimmung an der Kirche St. Anna in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120835 Schlagzeile: Probleme der Gesteinsbestimmung an der Kirche St. Anna in Wien Faktentext: Die Kirche St. Anna befindet sich in der Annagasse. Jedoch sind alle Steinteile durch die barocken Überkleidungen von 1747 derart verdeckt, daß der Altbestand zur Zeit nirgends zugänglich ist. Die Plastik über dem Eingangstor, Anna selbdritt, vielleicht ein Werk von Veit Stoss, ist aus Holz.


Bestimmung und Datierung der Gesteine an der Kirche Maria am Gestade in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120833 Schlagzeile: Bestimmung und Datierung der Gesteine an der Kirche Maria am Gestade in Wien Faktentext: Durch die komplizierte Baugeschichte und die Entfernung der ursprünglich zahlreichen Steinmetzzeichen durch Überarbeitung der alten Oberflächen (nicht mehr aufzufindene Dokumentation von 400 Zeichen bei der Restaurierung von 1891-1895, zugleich Überstocken der Oberfläche) ist die Datierung und Bestimmung einzelner Steinteile sehr erschwert. Von großer Bedeutung ist ...


Gesteinsbestimmung an der Malteserkirche in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120831 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung an der Malteserkirche in Wien Faktentext: Die Malteserkirche befindet sich in der Kärntnerstraße. Von der Außenarchitektur ist also nur der Chorschluß im Hof des Hauses Johannesgasse 2 zugänglich. Die Untersuchung der Strebepfeiler ergab, daß es sich um einen Leithakalksandstein unbekannter Herkunft handelt.


Ergebnisse der materialkundlichen Untersuchungen am Haus Heiligenkreuzerhof in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120845 Schlagzeile: Ergebnisse der materialkundlichen Untersuchungen am Haus Heiligenkreuzerhof in Wien Faktentext: Das Grundstück in der heutigen Schönlaterngasse 5 kam Anfang des 13. Jhs. Die nunmehr in der Nordostecke aufgefundenen Reste des ältesten Bestandes unterscheiden sich im Grundriß durch ihre ungewöhnliche Mauerdicke von den barocken Bauteilen. Die Rippen bestehen aus Torton Wien-Süd und sind meist diagonal glatt geflächt.


Die mittelalterlichen Steine der Franziskanerkirche zum Hl. Hieronymus in Wien

Hieronymus in Wien Faktentext: Die Kirche wurde 1383 gestiftet, 1387 geweiht (auf welche Erneuerung sich eine überlieferte zweite Weihe von 1476 bezieht, ist nicht ersichtlich). Dazu gehören die Strebepfeiler und die großen, runden Fenster (Maßwerkfüllung Barockgotik) sowie die kleinen runden Dachbodenluken im obersten Teil des Mauerkranzes. Von den wenigen Grabdenkmälern von vor 1600 sind die zwei hinter dem Hochaltar im Mönchschor hervorzuheben: das Grabmal des Dr. Stephan Engelmair von ...


Gesteinsbestimmung der Bauten des 16. Jhs. an der Hofburg in Wien

an der Hofburg in Wien Faktentext: Die alte Burg, die im wesentlichen den späteren Schweizerhoftrakt umfasst, wurde von Ottokar von Böhmen begonnen (Mitte des 13. Jhs.) und von den Habsburgern ausgebaut. Der Sockel besteht aus mächtigen Quadern (0,40 m hoch und bis 1,25 m lang) aus blaugrauem glimmerigem Flyschsandstein des Typus "Seichtwasserkreide". Das Schweizertor von 1552 hatte Säulen aus einem besonders harten blaugrauen Flyschsandstein, die mit Ausnahme eines durch Grundfeuchte ...


Gesteinskundliche Untersuchungen an Bauteilen des niederösterreichischen Landhauses in Wien

Nach einer alten Quelle (zwischen 1513 und 1516) kauften die Stände die Steine selbst ein, für einfachere Tür- und Fenstergewände Stein vom Gatterhölzl, für eine kunstvolle Tür Zogelsdorfer Stein. Das große Hauptgesims ist aus rotem Adneter Marmor, über Basen aus Solnhofener Stein erheben sich Säulen aus grauem und rötlichem Breccienmarmor mit weißen Adern, Aufsatz und Schriftplatte aus Solnhofener Stein. Die Säulen sind aus buntem Breccienmarmor, die Sockel und das Türgewände aus urkundlich ...


Zur Datierung von mittelalterlichem Altbestand an Privathäusern in der Inneren Stadt von Wien

Fakten-Nr.: 1988017120844 Schlagzeile: Zur Datierung von mittelalterlichem Altbestand an Privathäusern in der Inneren Stadt von Wien Faktentext: Im Mauerwerk vieler Häuser der inneren Stadt von Wien ist noch zu großen Teilen Altbestand mindestens des 14.-16. Jhs., in Einzelfällen auch wesentlich weiter zurückgreifend, erhalten. Erst später sind diese Häuser durch den Einbau größerer Fenster, durch Vorblendungen neuerer Fassaden (besonders im Zuge der Zusammenlegung von je zwei schmalen ...


Datierung sogenannter gotischer Bauteile am Alten Rathaus in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120843 Schlagzeile: Datierung sogenannter gotischer Bauteile am Alten Rathaus in Wien Faktentext: Das jetzige Gebäude, Wipplingerstraße - Salvatorgasse, ist in seiner äußerlich einheitlichen Form des 18. Jhs. Das ursprüngliche alte Rathaus aus dem 13. Jh., das Haus des Ritters Ott Heymo, liegt im Nordtrakt, an der Salvatorgasse. Die in der Literatur vertretene Auffassung, daß in der Bürger- und in der Ratsstube noch die gotischen Formen dieses Umbaus vorhanden seien, wurden...


Das Gestein am ehemaligen Kaiserspital in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120841 Schlagzeile: Das Gestein am ehemaligen Kaiserspital in Wien Faktentext: Das Kaiserspital oder Hofspital auf dem Ballhausplatz wurde 1553 gegründet und 1554 ausgebaut. Erst 1903 beim Abbruch des Gebäudes wurde die reiche Architektur mit Säulen und Bogen aus Wiener Sandstein wiederentdeckt, die zu Zeiten der Maria Theresia (1. Hälfte des 18. Jhs.) durch Ziegelmauern verdeckt worden war. Sicherlich in dieselbe Zeit und vermutlich auch zum selben Gebäude gehören einige ...


Gesteinsbestimmung am Altbestand der Evangelischen Kirche A.B. in Wien

Fakten-Nr.: 1988017120839 Schlagzeile: Gesteinsbestimmung am Altbestand der Evangelischen Kirche A.B. in Wien Faktentext: Die alte Königsklosterkirche an der Dorotheergasse 18, erbaut von 1582 bis 1583, wurde nach der Aufhebung des Clarissinenklosters 1782 im folgenden Jahr von der evangelischen Gemeinde erworben. Nach den damaligen Vorschriften mußten der Hauptturm (an der Westseite) und die beiden Türmchen an den Giebeln des Querhauses abgetragen werden. Im Zuge des Umbaus wurde auch die ...


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