Ebert, H.;
Quelle: Restaurierungsbericht - Hochkreuz, 1982
Standort in der IRB-Bibliothek: DERhAD Aktenarchiv (alph.);
Das Hochkreuz von Bonn Bad Godesberg zeigte in der Mitte des 19. Jh. derart starke Schäden, daß es 1859 nach Zeichnungen des Kölner Dombaumeisters Zwirner und unter der Leitung des Baumeisters Dietrich völlig erneuert worden ist. Eine Zeichung zeigt die starken Schäden zu damaliger Zeit: Fialen, Kreuzblumen und Köpfe der unteren Figuren fehlen, große Stücke sind herausgebrochen.
Durch die Enteignung des zum Bau der Straßenbahn notwendigen Geländes erwarb die Stadt Bonn im vorigen Jahrhundert auch das Hochkreuz mit den dazugehörigen Grundstücken. Mit Schreiben vom 19. Mai 1956 regte die Stadt Bonn an, das Hochkreuz, welches sich bisher in Friesdorf befand, in das Eigentum der Stadt Bonn Bad Godesberg zu überführen. Die damalige Stadtverwaltung beschloß am 17. Juli 1956 dieses Angebot anzunehmen.
Durch die Neugestaltung des Bundesstraße 9 mußte schließlich das Hochkreuz seinen alten Standort aufgeben. Am 17. Juli 1956 wurde auch beschlossen das Hochkreuz zu versetzen. Im Zuge dieser Maßnahmen sollte zudem die bereits 1952 durchgeführte Restaurierung des Denkmals wieder aufgenommen werden.
Im Septemer 1956 wurde mit den Abtragungsarbeiten am Kreuz begonnen. Ende 1957 wurde es unweit seines alten Standortes aufgebaut.
Man versah den Schaft der Pyramide mit einem 6 cm starken Vierkanteisen, das durch den Kern bis 2.00 m über die Oberkante der Treppenstufe eingelassen und mit Zement vergossen wurde.
Der Arbeitsbericht von Albert Schmitt (Köln) und Klaus Petersen (Bonn) berichtet über die Restaurierung in den Jahren 1958-1959:
"Die Kreuzblumen und Krabben, im Original aus Drachenfelser Trachyt, wurden in Muschelkalk ergänzt."
Diese Ergänzungen sind deutlich auf Fotos aus jener Zeit erkennbar. Fehlende Partien wurden in Mineros ergänzt. Die Wimperge, die aufstrebenden Schrägkanten mit Kriechkrabben umfassen zwei musizierende Engel und zwei Evangelisten aus Burgsandstein. Die großen Figuren in den Sockelnischen (Christus, Johannes der Täufer, 2 Engel) sind ebenfalls aus Burgsandstein gearbeitet.
Durch den zunehmenden Autoverkehr in der neuen Bundeshauptstadt, die Erschütterungen durch die schweren Lastzüge und vorbeifahrenden Straßenbahnen und die zunehmende Luftverschmutzung, nahmen die Schäden an der Steinsubstanz des Hochkreuzes in nicht aufzuhaltender Weise derart zu, daß durch abscherende und gelockerte Teile akute Gefahr für die Passanten bestand. Aus diesem Grund wurde 1978 ein Schutzgerüst errichtet.
Fakten-Nr.: 1988017129335 Schlagzeile: Restaurierung und Aufbau des Hochkreuzes im Plastikenhof des Bonner Landesmuseums Faktentext: Die stark zerstörte und die Passanten gefährdende Substanz des Hochkreuzes von Bonn Bad Godesberg veranlasste die Stadt Bonn 1977 nun, durchgreifende Restaurierungsmaßnahmen ausführen zu lassen. Im Septemer 1979 wurde die Gesteinsoberfläche zur Sicherung mit Tegovakon V (Goldschmidt AG, Essen), einem Kieselsäureester im Airlessverfahren in mehreren Arbeitsgängen...
Das Hochkreuz von Bonn Bad Godesberg
Fakten-Nr.: 1988017129333 Schlagzeile: Das Hochkreuz von Bonn Bad Godesberg Faktentext: Zur Datierung des Hochkreuzes von Bonn Bad Godesberg, welches sich heute im Plastikenhof des Bonner Landesmuseums befindet, findet man folgende Quellen: "ist dat steinen cruitz tuschen Gudesberch und Bunne von Bischof Walram von Jülich (1332-1349) gesetzt worden." (Nach der Koelhoff'schen Chronik; Chroniken der niederrheinischen Städte, Köln III, S. 672). Die Sage, dass das Kreuz von Ritter Heinrich von ...
Vorgeschichte und vorangegangene Maßnahmen am Hochkreuz von Bonn Bad Godesberg
Fakten-Nr.: 1988017129334 Schlagzeile: Vorgeschichte und vorangegangene Maßnahmen am Hochkreuz von Bonn Bad Godesberg Faktentext: Das Hochkreuz von Bonn Bad Godesberg zeigte in der Mitte des 19. Jh. Durch die Enteignung des zum Bau der Straßenbahn notwendigen Geländes erwarb die Stadt Bonn im vorigen Jahrhundert auch das Hochkreuz mit den dazugehörigen Grundstücken. Mit Schreiben vom 19. Mai 1956 regte die Stadt Bonn an, das Hochkreuz, welches sich bisher in Friesdorf befand, in das Eigentum ...
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