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Kurztexte zur Denkmalpflege

Die Pfarrkirche St. Peter in Bruchsal
Dehio, G.;
Quelle: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler - Baden-Württemberg, 1979
ISBN: 3-4220-0360-6
Standort in der IRB-Bibliothek: DEIRB 17Allg.Deh;

Die älteste Pfarrkirche Bruchsals St. Peter wurde 1278 erstmals urkundlich genannt, 1689 verwüstet. 1736 nach Entschluß von Damian Hugo von Schönbrunn als bischöfliche Gruftkirche bei Wiederverwendung des gotischen Ostchors (14. Jh.) nach einem Entwurf von Balthasar Neumann, 1740-1746 unter Leitung von Johann Georg Stahl, ausgeführt.
Die Kirche gilt als vollgültiges Zeichen von Neumanns Kunst der Raumdisposition. Grundriß: Modifiziertes griechisches Kreuz, Chor nach Süden, 2 schlanke Türme an den Schnittpunkten des Kreuzes.
Stukkaturen in schweren und reichen Formen wurden 1746 vollendet.
Der Außenbau unverputzt, mit Lisenengliederung, an den beiden Querarmen Strebepfeiler. Die vorspringende Fassade mit großem Giebel und die schlanken Türme mit geschweiften Hauben bilden wirkungsvollen Kontrast zur Breitenerstreckung. Die besondere Raumwirkung wird durch den Aufbau des ganz durchlichteten Hochaltars und der Seitenwände vor dem Chor erzielt.
Die Kanzel und Nebenaltäre in rötlichem und grauem Stuckmarmor mit weißem, bildnerischem Schmuck stammen von Johann Michael Feuchtmayer d.J. (1754-1756). Der Johann-Nepumuk-Altar im Westflügel von Günther, der Orgelprospekt (1768 - 69) nach Entwurf von Leonhard Stahl. Die Marmorgrabdenkmäler der Fürstbischöfe zu den Seiten des Hochaltars nach Entwurf von Neumann (1757), die Marmorarbeiten von Stephan Stahl. Von ihm auch der klassizistische Altar.
Renovierung 1962 beendet.


Publikationslisten zum Thema:
Pfarrkirche, Gruftkirche, Barock, Entwurf, Grundriß, Stukkatur, Raumwirkung,
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