Georg Flassenberg;
Quelle: Arconis, 2001
ISSN: 0949-7153;
Standort in der IRB-Bibliothek: DEIRB Z 1863;
Dämmwert des Holzfachwerks:
Bei den üblichen Holzdicken sollte der Wärmedämmwert der Ausfachung einen vergleichbaren Wärmedurchlasswiderstand von ca. 1/Lambda = 1,0 qm K/W aufweisen. Anhand der Tabelle werden die K Werte der unterschiedlichen Materialien verdeutlicht. Porenbeton ist mit einem k-Wert von 0,85 W/qmK bei einer Wanddicke (gesamt) von 16 cm bestens geeignet.
Folgen:
- Im Winter stellt sich bei Beheizung eine gleichmäßige Temperatur an der Außenwandoberfläche. Dadurch läßt sich ein Abzeichnen des Fachwerks auf der Raumseite im Laufe der Zeit infolge unterschiedlicher Verschmutzung vermeiden.
- Vermeidung von Oberflächentauwasser und dadurch Reduktion der Schädigung des Holzes.
Fachwerkhölzer:
In der Regel sind sie nicht dicker als 17 cm. Daher werden die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung mit einer innen und außen bündigen Ausmauerung nicht erfüllt (bis auf Ausnahmen, die nicht unter die Wärmeschutzverordnungen fallen). Daher sollte die Fachwerkaußenwand noch mit einer zusätzlichen Innendämmung (vergl. Abb.) versehen werden, womit die entsprechenden k-Werte erreicht werden.
Feuchteschutz
Vergleich der Feuchteverhältnisse:
- Bei unterschiedlichen Baustoffen wird in Volumenprozent, bei nur einer Baustoffart - z.B. Porenbeton unterschiedlicher Rohdichte - in massebezognem Feuchtegehalt um gerechnet.
- Bei der Beurteilung der Feuchteverhältnisse spielt die Angabe des praktischen Feuchtegehaltes eine entscheidende Rolle.
Praktischer Feuchtegehalt:
Ein Feuchtegehalt, der bei der Untersuchung genügend ausgetrockneter Bauten unter ständiger Bewohnung von Menschen, in 90 Prozent aller Fälle nicht überschritten werden.
Untersuchungsergebnisse des Feuchtegehalts:
Porenbetonbauteile: um = 4,0 M.-% und Holz: um = 15 M.-%. (kos)
Ausführungsvarianten von Fachwerk-Außenwänden mit Porenbeton
Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit
Bei höheren Schlagregenbeanspruchungen muss das Fachwerk durch eine Bekleidung (Verschindelung durch Holz- oder Schieferplatten) oder durch eine das Fachwerk überdeckende Putzschicht zusätzlich geschützt werden. Außenputz: Dieser kann mit hoher Wasseraufnahmefähigkeit die Regenbelastung der Schwindfugen zwischen Holz und Ausmauerung reduzieren (Untersuchungen im Fraunhofer Institut). Die verbreiterte Anschlussfläche des Putzes zum Holz bringt mehr Sicherheit gegen eindringendes Regenwasser.
Wärme- und Feuchteschutz
Fakten-Nr.: 2002047116127 Schlagzeile: Wärme- und Feuchteschutz Faktentext: Dämmwert des Holzfachwerks: Bei den üblichen Holzdicken sollte der Wärmedämmwert der Ausfachung einen vergleichbaren Wärmedurchlasswiderstand von ca. Feuchteschutz Vergleich der Feuchteverhältnisse: - Bei unterschiedlichen Baustoffen wird in Volumenprozent, bei nur einer Baustoffart - z.B. Porenbeton unterschiedlicher Rohdichte - in massebezognem Feuchtegehalt um gerechnet. Praktischer Feuchtegehalt: Ein Feuchtegehalt...
Standsicherung, Verformungen und Holzfeuchte des Fachwerks
Fakten-Nr.: 2002047116125 Schlagzeile: Standsicherung, Verformungen und Holzfeuchte des Fachwerks Faktentext: Die Stäbe des Fachwerks - nicht die der Ausfachungen - gewährleisten nicht immer die Standsicherheit des Gebäudes. Holzfeuchte: An Fachwerkselementen (Ausfachungen aus Porenbeton) wurden Freilandversuche in Holzkirchen (Fraunhofer-Institut für Bauphysik) durchgeführt. - Bei mittlerer und starker Regenbeanspruchung (Beanspruchungsgruppen II und III nach DIN 4108-3) muss das Fachwerk ...
Ausmauerung von Holzfachwerken mit Porenbeton
Fakten-Nr.: 2002047116124 Schlagzeile: Ausmauerung von Holzfachwerken mit Porenbeton Faktentext: Das älteste Fachwerkhaus Deutschlands stammt aus dem Jahr 1276 und ist also mehr als 700 Jahre alt. Bei der Ausmauerung von Holzgefache mit Porenbeton müssen einige Grundsätze beachtet werden: - Wenn die Gebäude nicht bewohnt werden und sich diese den heutigen Nutzungsgewohnheiten nicht stellen müssen, dann kann auf die möglichst komplette Verwendung der ursprünglichen Materialien zurückgegriffen ...
Holzschutz
Fakten-Nr.: 2002047116126 Schlagzeile: Holzschutz Faktentext: Konstruktiver Holzschutz: Es wird eine horizontale Feuchtigkeitssperre zwischen Fachwerk und Unterkonstruktion angeordnet. Durch die anfänglich erhöhte Baufeuchte des Porenbeton kann es nicht zu Holzschädigungen kommen, da diese über die unmittelbar mit dem Holz beziehungsweise dem Porenbeton in Kontakt stehende Mörtelschicht als sogenannte "arbeitende Fuge" rasch abtrocknen kann. Maßnahme zur Verhinderung der Feuchteschäden: Bei ...
Ausmauerung der Gefache
Fakten-Nr.: 2002047116128 Schlagzeile: Ausmauerung der Gefache Faktentext: Aus statischen oder architektonischen Gründen weichen die Gefache oft von der Rechteckform ab. - Als Dampfbremse eignet sich eine "feuchte adaptive Dampfbremse" mit variablen Sd-Wert, der im Winter größer und im Sommer kleiner ist. - Bei den unvermeidbaren Rissen zwischen Ausfachung und Holz verbessern die Leisten die Winddichtigkeit der Außenwände.
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