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Als domanialer Lagerraum überstand die Krypta
Reinhardt, H.;
Quelle: Jahrbuch der Stiftungen Thüringer Schlösser und Gärten, 1996

Standort in der IRB-Bibliothek: DEIRB 17/W.99-34;
Schlagwörter zum Inhalt:
Umnutzung
Sakralbau


Das Kloster wurde im Zuge der Profanierung 1606 zunächst dem Landgrafen Otto von Hessen unterstellt und als Domäne genutzt. Nach dem Westfälischen Frieden 1648 ging es in den Besitz der Landgrafen von Hessen-Kassel über, die die Kirche abtragen und die Krypta als Wirtschaftsgebäude nutzen ließen. Dazu wurde der Zugang von Süden verbreitert. 1816 ging Göllingen an Schwarzburg-Rudolstadt. Aus dem 19. Jh. ist eine Lagerung von Bier und dem 20. Jh. von Kartoffeln überliefert. Anfang der 1990er Jahre begannen zunächst am Turm Sicherungsarbeiten zum Schutz der Bausubstanz. (soe)





Weitere Kurztexte aus dieser Quelle:

Kurztexte zur Denkmalpflege (11):

Nässe und starke Verschmutzung

Fakten-Nr.: 2002127109930 Schlagzeile: Nässe und starke Verschmutzung Faktentext: Beschädigung durch Eingriffe in die Substanz Nuten in den Kapitellen könnten darauf hindeuten, dass während der landwirtschaftlichen Nutzung die Kapitelle der Freisäulen genutzt wurden, um Bretterwänden Halt zu geben, die den Raum aufteilten. Feuchtebelastung Eine Hauptquelle der hohen Feuchtebelastung war durch die offenen Fenster eindringendes Spritzwasser, das die Fenster wegen der mit der Zeit an der ...


Wechsel farbiger Materialien prägen das Bauwerk

Fakten-Nr.: 2002127109927 Schlagzeile: Wechsel farbiger Materialien prägen das Bauwerk Faktentext: Romanisches Gewölbe Ein Quadrat von 8,20 m Seitenlänge bildet den Grundriß der Hallenkrypta mit Kreuzgratgewölben in 9 Jochen. Im Gewölbescheitel des zentralen Jochs sitzt ein Schlussstein aus roter Sandstein mit einem achtblättrigen Blütenornament. Ein- und Ausgänge Die Krypta kann durch zwei symmetrisch angelegte rechteckige Türen aus zwei kleinen Vorräumen mit Tonnengewölben an den Flanken ...


Als domanialer Lagerraum überstand die Krypta

Fakten-Nr.: 2002127109929 Schlagzeile: Als domanialer Lagerraum überstand die Krypta Faktentext: Das Kloster wurde im Zuge der Profanierung 1606 zunächst dem Landgrafen Otto von Hessen unterstellt und als Domäne genutzt. Nach dem Westfälischen Frieden 1648 ging es in den Besitz der Landgrafen von Hessen-Kassel über, die die Kirche abtragen und die Krypta als Wirtschaftsgebäude nutzen ließen. Anfang der 1990er Jahre begannen zunächst am Turm Sicherungsarbeiten zum Schutz der Bausubstanz.


Ein ehrgeiziges Bauprojekt

Fakten-Nr.: 2002127109928 Schlagzeile: Ein ehrgeiziges Bauprojekt Faktentext: Das seit der karolingischen Ära im Besitz der Benediktinerabtei Hersfeld befindliche Dorf wird 1005-1006 als dem hl. Wigbert geweihte Propstei erwähnt, die bis zu dessen Tod 1032 dem Abt Arnold von Hersfeld unterstand. Im Zuge dieses Umbaus errichtete man um 1170 auch die Krypta und den sich darüber erhebenden Westchor.


Turmruine mit Krypta

Fakten-Nr.: 2002127109926 Schlagzeile: Turmruine mit Krypta Faktentext: Göllingen liegt am Nordhang der Hainleite an der von der Wipper durchflossenen Senke zwischen Hainleite und Windleite. Die Ruine ist im Besitz der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Zuständig sind die Thüringischen Landesämter für Denkmalpflege und die Archäologische Denkmalpflege.


Gab es ein Heiligengrab?

Faktentext: Da sich der Raum unter dem Turm im Westen und nicht unter dem Ostchor befindet, bezweifelten einige Forscher, dass der Raum wirklich die Funktion einer Krypta, nämlich ein Heiligengrab für kultische Zwecke aufzunehmen, erfüllt hätte. Astronomische Besonderheiten Möglicherweise könnte der durch das in der Südwand eingebaute Lichteinfall zur Klärung der Funktion dieser Krypta beitragen. Als eine ehrwürdige Person, die mit dem Kloster Göllingen in Verbindung stand, kommt Günther von ...


Ästhetik des Innenraums wieder erfahrbar

Fakten-Nr.: 2002127109931 Schlagzeile: Ästhetik des Innenraums wieder erfahrbar Faktentext: Die 1996 mit dem Konkurs der auf dem Areal ansässigen Konservenfabrik eingeleiteten Sanierung des Gebäudes, die zunächst nur die Sicherung des Bestandes zum Ziel hatte, sollte auch den Interessen des Veranstalters entgegenkommen, der diesen Raum kulturell nutzt und Ansprechpartner für Besichtigungen ist. Mindern der Feuchtebelastung Vorrichtungen an den Fenstern, Regelung des abfließenden Wassers und ...


Material- und Pigmentreste

Fakten-Nr.: 2002127109933 Schlagzeile: Material- und Pigmentreste Faktentext: Befundung der Farbfassungen Reste eines hellrötlichen Ockers über einer weissen Tünche wurden auf einer 300 qcm großen Putzinsel am Gewölbe des Jochs im Nordwesten und mehreren nur Quadratzentimeter messenden Stellen am angrenzenden westlichen Joch und der Schildmauer des südwestlichen Jochs gefunden. Bestimmung der Pigmente Der Ocker besteht aus Eisenoxyd, das in einem Bindemittel mit hohem Proteinanteil ...


Romanischer Gipsmörtel

durch M. Steinbrecher 1996 ergab ein Gemisch aus unterschiedlichen Gipsarten, denen Calciumsulfathydrat zugeschlagen war. Der Putz war mit einer Kelle einlagig aufgetragen und die halbkreisförmigen Grate zwischen den Gewölbekappen von Hand angetragen. Abdrücke ließen erkennen, dass die mittelalterlichen Handwerker ca.


Romanischer Gipsestrich

Fakten-Nr.: 2002127109934 Schlagzeile: Romanischer Gipsestrich Faktentext: Der gelblich-weisse Estrich aus Gips ist mit Lesesteinen von 3-10 cm Durchmesser durchsetzt. Nach einer Untersuchung von M. Steinbrecher, 1996 im Archiv des Thüringischen Landesamtes niedergelegt, können die rotbraunen Gipssteine aus den Nachbarorten Seega und Jecha, während die grauen am Kyffhäuser abgebaut worden sind. Ein vergleichbarer Gipsfußboden ist in ähnlicher Ausführung nur noch aus dem romanischen ...


Stein und Putz schaffen romanische Farbigkeit

Fakten-Nr.: 2002127109932 Schlagzeile: Stein und Putz schaffen romanische Farbigkeit Faktentext: Charakteristisch für Bauwerke der Romanik in dieser Gegend ist der Wechsel von roten und weissen Steinen und Fassungen. Sie finden sich außerdem am Ostchor der Klosterkirche auf der Konradsburg bei Ermsleben im nordöstlichen Harzvorland und an den Bögen der Liebfrauenkirche im thüringischen Arnstadt. Die Sorgfalt der Steinbearbeitung lässt aber vermuten, dass die vereinzelt in den Gurtbögen ...


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