Baumgartner, P.; Schwarz, H.;
Quelle: Kunst und Architektur in der Schweiz, 2002
Standort in der IRB-Bibliothek: DEIRB Z 1904;
Zu Beginn der Restaurierung im Jahre 2001 wurde eine schlichte Balkendecke mit der einfachen, von Böcklin aufgebrachten Dekorationsmalerei vorgefunden. Die Wandverkleidung gliederte sich in eine dunkle Vertäfelung am unteren Wandabschluß und eine weiß gestrichene textile Bespannung der Wandflächen. Der Holzfußboden war noch im Original vorhanden.
Farbgebung
Der Erhaltungszustand der Holzteile war gut, so dass die Farbgebung eindeutig war. Die textilen Bespannungen waren nach Böcklins Weggang verändert worden, der Originalzustand mußte daher anhand von Befunden rekonstruiert werden.
Um 1897 wurde die ursprüngliche Bespannung entlang der Abdeckleisten abgeschnitten. Unter der Neubespannung fanden sich Zeitungsfragmente von 1897, während unter den Abdeckleisten Fragmente der schwarzgestrichenen Jutebespannung vorlagen. Da der schwarze Leimfarbanstrich wasserlöslich war, konnte er nicht in einem helleren Farbton in gleicher Anstrichtechnik überstrichen werden.
Die Einfassung mit dem grünen Band wurde nachgewiesen, indem auf den ungehobelten Bohlenbrettern der Außenkonstruktion Farbrückstände gesichert werden konnten, die durch die Maschen der Jute gesickert waren.
Heutige Raumwirkung
Der schwarz gehaltene Raum absorbiert viel Licht, so dass sich die Fensterausschnitte wirkungsvoll absetzen. Entlang der Decke verlaufen holzsichtige Bretterlagen und dunkel lasierte Balken, dezente rosafarbene Füllungen, weißgraue Stäbe, ein Eierstab in Ultramarin und ein bräunlich gefaßter Palmettenfries. Die Wandverkleidung besteht aus schwarz gestrichener Textilbespannung mit einfassendem grünen Band, das eine räumliche Tiefe verleiht. Der Sockel ist mit holzsichtigem und dunkel lasiertem Holz vertäfelt. (sr)
Das Böcklin-Atelier in Zürich, Blick in die Loggia
Ansicht der schieferverkleideten Fassade
Wanddetail
Detail der rekonstruierten, schwarz gestrichenen Wandbespannung mit grünem Band
Rekonstruktionszeichnung der originalen Wandfassung von Hans Schwarz
nach Abschluss der Innenraum-Restaurierung
Atelier, Restaurierung, Wiederherstellung, Farbgebung, Befund, Innengestaltung, Wandverkleidung, Raumwirkung,
Fakten-Nr.: 2003017125547 Schlagzeile: Parallelen zum schwarzen Böcklin-Atelier Faktentext: Zeitgleiche Parallelen zur schwarzen Wandgestaltung des Böcklin-Ateliers - Segantini-Museum in St. Moritz, erbaut von 1908 Nicolaus Hartmann. waren Anstriche der Ateliers in dunklem Farbton, meist grau bis braun gehalten. Danach kann es sich bei der dunklen Farbgebung des Böcklin-Ateliers trotz mangelnder Befunde um eine traditionell übliche Raumauffassung gehalten haben.
Bau des Ateliers von Arnold Böcklin in Zürich
Fakten-Nr.: 2003017125545 Schlagzeile: Bau des Ateliers von Arnold Böcklin in Zürich Faktentext: Um seinen Söhnen eine geeignete Ausbildung zu ermöglichen, wollte der Maler Arnold Böcklin 1884 seinen Wohnsitz von Florenz nach Zürich verlegen. Im Oktober 1884 wurde sein Freund, der Architekt Georg Lasius, mit dem Bau des Ateliers beauftragt, der bis zum Mai 1885 beendet sein sollte. Nutzung des Baus 1899-1913: Nutzung von Hortensia Luise Stadler als "Kunst- und Malschule für Damen" 1913- 1965:...
Restaurierung des Böcklin-Ateliers
Fakten-Nr.: 2003017125546 Schlagzeile: Restaurierung des Böcklin-Ateliers Faktentext: Zu Beginn der Restaurierung im Jahre 2001 wurde eine schlichte Balkendecke mit der einfachen, von Böcklin aufgebrachten Dekorationsmalerei vorgefunden. Die Wandverkleidung gliederte sich in eine dunkle Vertäfelung am unteren Wandabschluß und eine weiß gestrichene textile Bespannung der Wandflächen. Entlang der Decke verlaufen holzsichtige Bretterlagen und dunkel lasierte Balken, dezente rosafarbene Füllungen...
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