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Patina - Zeichen der Zeit

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Patina - Zeichen der Zeit

Als Patina bezeichnet man eine dünne, gealterte Oberfläche eines Materials. Der Alterungsprozess kann durch eine Veränderung der Farbe, aber auch der Struktur sichtbar werden. Das Wort, das früher nur für den Oxidüberzug auf der Oberfläche von Kupfer und Kupferlegierungen gebraucht wurde, wird heute im weiteren Sinne als Edelrost und Alterungserscheinung auch anderer Oberflächen und Materialien benutzt. Generell erscheint es nicht wirklich sinnvoll, nach einer festen Definition des Begriffs "Patina" zu suchen, da die subjektiven Wertungen und deren Maßstäbe zu unterschiedlich sind. Wo und in welchem Umfang werden die sichtbaren Alterungsspuren an Gegenständen erwünscht, toleriert und als ein unvermeidbarer natürlicher Prozess positiv betrachtet und akzeptiert? Ab welchem Zeitpunkt gehen diese Veränderungen in einen Zustand der Verrottung und Zerstörung und damit einer Wertminderung der Objekte über? Wo verläuft die Grenze von der Sichtbarmachung der vergangenen Zeit zur banalen, oft unansehnlichen Verschmutzung? Das Arbeitsblatt möchte auf diese Fragen keine allgemeingültige Antwort geben oder die oft komplizierten chemischen und physikalischen Vorgänge detailliert ausführen. Beabsichtigt ist, durch die Schilderung einiger Beispiele von Patina auf unterschiedlichen Materialien (Holz, Stein, Glas, Papier, Metall, Ölbild, Kunststoff) einen Anstoß zu geben, die eigene Einstellung zu diesen Alterungsprozessen zu überdenken bzw. die oft diffuse Vorstellung davon zu klären, was man überhaupt unter dem Wort Patina verstehen kann.
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Werk(zeug)spuren, Zeichen und Inschriften auf Holzobjekten

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Werk(zeug)spuren, Zeichen und Inschriften auf Holzobjekten

Handwerkliche Prozesse zur Herstellung, Aufbereitung und Umänderung von Holzobjekten und speziell von Möbeln hinterlassen an jedem Gegenstand ihre Spuren. Diese Spuren, im Normalfall von den vom jeweiligen Handwerker verwendeten Werkzeugen stammend, können für den Restaurator eine nicht unwesentliche Hilfestellung bei der Beurteilung eines Objektes bieten. Bei den immer gegenwärtigen Fragen, ob Original oder Fälschung, nach der zeitlichen Einordnung, nach möglichen Veränderungen bzw. Umbauten bei geänderten Nutzungsansprüchen, ob Stilmöbel oder ein Möbel der "ersten Zeit", lohnt es sich, an den Objekten auf Spurensuche zu gehen. Die Interpretationen dieser Werk- und Werkzeugspuren finden auch bei einer eventuellen Restaurierungsmaßnahme ihren Niederschlag bei der Erstellung eines Restaurierungskonzeptes. Im Idealfall gehen die Erkenntnisse über Einblicke in den rein handwerklichen Herstellungsprozess und die dabei verwendeten Werkzeuge hinaus. Zum Beispiel erlauben Spuren einer mechanischen Bearbeitung eine ungefähre zeitliche Einordnung der Herstellung, Reparatur oder Restaurierung. Das Arbeitsblatt kann nur in Ansätzen einige Spuren beschreiben. Da prinzipiell jedes Profil, jede Holzverbindung eine Werkspur darstellt, beschränkt sich das Arbeitsblatt vorrangig auf solche Spuren, die an verborgenen Stellen angebracht wurden, vom Schreiner zu entfernen vergessen wurden und den zeitgenössischen Herstellungsprozess verdeutlichen. Im Grunde genommen sind es Spuren, die der "normale" Betrachter übersieht, oder ihnen, wenn er sie bemerkt, keine Bedeutung beimisst.
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Symbole auf Tür- und Fensterbeschlägen

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Symbole auf Tür- und Fensterbeschlägen

Türklinken, Türdrücker und Fensterknebel sind Dinge, denen wir täglich begegnen, die wir sehen, berühren und nutzen, die wir aber in den meisten Fällen kaum bewusst wahrnehmen, obwohl sie für uns wichtige Funktionen vorsehen. Ohne Türklinken und Türdrücker können wir keinen Raum betreten, keinen Raum verschließen und unser Eigentum nicht sichern, keine Verbindung zwischen drinnen und draußen herstellen oder aber diese Verbindung unterbrechen. Ohne die Fensterolive/-knebel gibt es keine Belüftung, keinen Kontakt zur Außenwelt, keinen Schutz vor klimatischen Einflüssen. Wenn diese funktional-profanen Gegenstände zudem durch Gestaltung und Verzierung mit symbolkräftiger Bedeutung aufgeladen sind, werden auch diese inhaltstragenden Außenformen angesichts ihrer alltäglichen Nutzung nur in seltenen Fällen bemerkt. Sie erklärend in den Fokus zu rücken, ist die Absicht dieses Arbeitsblattes. Seit Menschengedenken bedient sich die Baukunst gerne symbolträchtiger Formen. So ließen Bauherren, um ihre Bauten individuell zu kennzeichnen und aufzuwerten, die beauftragten Architekten Strukturen und Details früherer Kulturen aufgreifen, Überbrachtes aus Antike, der christlichen Kunst oder örtlicher Bauweise zitieren - oder aber bewusst davon abrücken. Besonders reich an solchen zeichenhaften Details und Überraschungen ist die Baukunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. So haben auch die mit Symbolen versehenen Tür- und Fensterbeschläge dieser Zeit, stets in der Hand und nie so recht beachtet, ein nicht geringes erzählerisches Potential. Und diese Symbole spiegeln wie so oft die kulturellen, aber auch wirtschaftlichen, politischen und sozialen Verhältnisse ihrer Zeit und ihres Kulturkreises wider.
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