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Privater Betrieb von Photovoltaikanlagen

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Privater Betrieb von Photovoltaikanlagen

Die Errichtung einer Photovoltaikanlage erscheint vielen Hausbesitzern als vorteilhafte Investition, denn Verkäufer und Installateure versprechen gerne garantierten Gewinn und eine wartungsfreie Anlage. Betrachtet man Probleme, die dann oft auftreten, scheinen sich nicht alle privaten Anlagenbetreiber grundlegende Fragen zu ihrer Investition gestellt zu haben. Bringt die Anlage wirklich den erwarteten Ertrag? Gelten die Garantien, wenn der Installateur oder der Hersteller nicht mehr greifbar ist? Welche Verantwortung trägt der Eigentümer? Was ist in den laufenden Betriebsjahren noch zu beachten und zu erwarten? Nur ein geringer Teil der privaten Anlagenbetreiber ist ausreichend informiert, Fachzeitschriften aus der Photovoltaik- oder Energiebranche richten sich meist an den gewerblichen Bereich. Und wer geht als privater Anlagenbetreiber schon auf Fortbildungsveranstaltungen? Dieses Buch soll sich daher den Belangen des privaten Anlagenbetreibers widmen, also den technischen Laien ansprechen und dem Leser das Verständnis für die Technik vermitteln, die auf seinem Dach installiert ist. Aus dem Inhalt: Gewährleistung und Garantie, Anlagenerträge, Ertragsprognose, Wartung und Inspektion, rechtliche Rahmenbedingungen, Mängel und Fehler an Anlagenkomponenten, Versicherungen. Die zweite Auflage wurde aktualisiert und ergänzt um Informationen über den Weiterbetrieb von Anlagen, deren EEG-Förderung ausläuft, sowie Nutzungsmöglichkeiten bei der Eigenstromerzeugung, Wärmeversorgung und Elektromobilität.

Wolfgang Schröder

59,00 € inkl. MwSt., ggfs. zzgl. Versandkosten
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DWA-Themen T2/2024, April 2024. Resilienz im Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement

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DWA-Themen T2/2024, April 2024. Resilienz im Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement

Dieser Themenband stellt den aktuellen Stand der Fachdiskussion zu bereits entwickelten bzw. in der Entwicklung befindlicher methodischer Ansätze sowie konkreter Beispiele zum Themenfeld "Resilienz im Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement" dar. Dieses Vorhaben ist eingebunden in die Bearbeitung des Themenfeldes "Anpassung an den Klimawandel", zu dem auch Initiativen wie z.B. die "wasserbewusste Stadtentwicklung" gehören. Mit dem Themenband wurde der aktuelle thematische Wissensstand umfassend dargestellt und liefert einen Beitrag zur laufenden fachlichen Diskussion, ohne die umfangreiche Literatur zum Thema Resilienz ausführlich darzulegen. Hierbei wurde die Thematik schwerpunktmäßig aus dem Blickwinkel der Wasserwirtschaft und des Ingenieurwesens behandelt. In den einzelnen Abschnitten werden wesentliche Begriffe im Kontext des Themenbands dargestellt und erläutert oder auch qualitative, quantitative und weitere Ansätze zur Bewertung und Vergleichbarmachung von Resilienz beschrieben. Auch werden einige ausgewählte Ansätze zu "Beispiele für die Bestimmung von Resilienz" vorgestellt und näher beschrieben. In einem weiteren Abschnitt werden die Auswirkungen einzelner (Starkregen- bzw. Hochwasservorsorge-) Maßnahmen und erzielbare Effekte im Hinblick auf die Resilienz beschrieben. Im letzten Abschnitt sind "Praxisbeispiele" aufgelistet, die nach Einschätzung der DWA-Arbeitsgruppe eine Erhöhung der Resilienz im Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement aufzeigen, auch wenn im Einzelnen eine trennscharfe Abgrenzung zum "klassischen" Hochwasserrisikomanagement nicht immer möglich ist.

Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. -DWA-, Hennef

92,50 € inkl. MwSt., ggfs. zzgl. Versandkosten
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Energetische Stadtraumtypen

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Energetische Stadtraumtypen

Das Thema Nachhaltigkeit ist eng verknüpft mit Fragen zu Bereitstellung und Verbrauch von Energie. »Effizienzstrategien« werden ergänzt durch »Suffizienzstrategien«, dem Bemühen um einen möglichst geringen Energie- und Ressourceneinsatz. Eine nachhaltige Energiebereitstellung und Ressourceneinsparung werden für Architektur und Stadtplanung zunehmend wichtiger. Ausgehend vom Maßstab des Quartiers stellen die Autoren die energetischen Bedarfe und Potenziale typischer Siedlungsformen der Wohnbebauung, Mischnutzung und des Gewerbes in Form von prägnanten Steckbriefen und Kennwerten dar. Hierzu werden die baulichen und freiräumlichen Strukturen der Siedlungstypen beschrieben. Neben den aktiven Energiepotenzialen werden erstmals auch die stadtklimatischen Potenziale und Defizite der verschiedenen Stadtraumtypen miteinbezogen, um die Handlungsoptionen im Bereich der Klimaanpassung, des Stadtklimawandels und der intelligenten Gebäudekonditionierung aufzuzeigen. In der zweiten, erweiterten Auflage beschreiben die Autoren ergänzend typische Anlagentechniken, mit denen regenerative Energien bereitgestellt werden können, und erörtern Biomassepotenziale im urbanen Raum. Damit ist das Buch ein kompaktes Nachschlagewerk bei Fragen zu regenerativen Energiequellen, zur Energieversorgung in Gebäuden und zur Optimierung des Stadtklimas im Quartiersmaßstab.

Jörg Dettmar, Christoph Drebes, Sandra Sieber

52,00 € inkl. MwSt., ggfs. zzgl. Versandkosten
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Leitfaden Steinkonservierung

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Leitfaden Steinkonservierung

Der Leitfaden gehört zu den Standardwerken der praktischen Denkmalpflege. Natursteinkonservierung ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die Objekteigentümer, Architekten, Bauforscher, Denkmalpfleger, Restauratoren und Naturwissenschaftler interdisziplinär lösen müssen. Welche Konservierungsmaßnahme ist die richtige? Welche Dauerhaftigkeit ist zu erwarten? Was muss der Restaurator beachten? In der Chronologie eines »Idealprojekts«, das nahezu alle denkbaren Fragestellungen berücksichtigt, führt der Leitfaden durch die Abläufe der Befunderhebung, Entscheidungsfindung, Maßnahmenplanung, Ausführung und Nachkontrolle von Steinkonservierungen. Der Praktiker kann daraus jeweils das »Idealprogramm« zusammenstellen, das ganz auf die individuellen Bedürfnisse seines Objekts ausgerichtet ist. Als Auswahlhilfe ist jedem Kapitel des Leitfadens eine Inhaltsübersicht vorangestellt, aus der anhand festgelegter Kategorien (unverzichtbare, meist erforderliche oder optionale Untersuchung/Maßnahme) eindeutige Prioritäten ablesbar sind. Die notwendigen Arbeitsschritte werden übersichtlich dargestellt. Alle praxisrelevanten Untersuchungsmethoden, Restaurierungsmaterialien und -techniken werden erklärt. Für Nicht-Fachleute und Quereinsteiger wurde der 5. Auflage des Leitfadens ein Kurzlehrgang zur Gesteinskunde und den Konservierungsmitteln hinzugefügt. Der Leitfaden richtet sich an alle in der Restaurierung und Konservierung Tätigen, angefangen beim Handwerker über den Restaurator bis hin zum Kunsthistoriker, Architekten, Naturwissenschaftler und nicht zuletzt an die zuständigen Ämter, Auftraggeber und Denkmalbehörden. In erster Linie ist er für die praktische Steinkonservierung gedacht, in der sich Geisteswissenschaft, Restaurierungs- und Naturwissenschaft treffen sollen. Zudem kann er auch verwendet werden, um bei der Markteinführung von Produkten diejenigen Kriterien festzulegen, welche die neuen Produkte erfüllen müssen.

Rolf Snethlage, Michael Pfanner

59,00 € inkl. MwSt., ggfs. zzgl. Versandkosten
Wohnen

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Wohnen

Wohnen ist heute ein hochrelevantes und vieldiskutiertes Thema der Gesellschaft, der Politik und der Wissenschaften: als existenzielles Grundbedürfnis und alltägliche soziale Praxis, als knappes Gut und wohnungspolitische Herausforderung angesichts angespannter Wohnungsmärkte sowie als Bezugspunkt und Vision architektonischer Entwürfe und zukunftsweisender Wohnbauprojekte. Dabei hat Wohnen vielfältige soziale und räumliche Bedingungen, Auswirkungen und Gestalten. Diese hohe Brisanz des Wohnens bildet den Ausgangspunkt des vorliegenden Sammelbandes, in welchem zwölf Schlüsselthemen sozialräumlicher Wohnforschung gebündelt und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden: Privatheit und Öffentlichkeit, Technisierung und Digitalisierung, Sorgetragen im Wohnen, ›Wohnen lernen‹, Wohnen und Arbeiten, dichtes Wohnen, Wohnen und Mobilität, Wohnen und Flucht, durchmischtes Wohnen, Gentrifizierung, Wohnungslosigkeit sowie Wohnungspolitik. Die Themen werden durch führende Vertreterinnen und Vertreter der deutschsprachigen Wohnforschung grundlegend und für ein breites Publikum entfaltet. Darauf reagieren weitere renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in jeweils ergänzenden und vertiefenden Beiträgen. Da sich Wohnforschung kaum disziplinär begrenzen lässt, sind die Autorinnen und Autoren in verschiedenen Disziplinen der sozialräumlichen Wohnforschung beheimatet. Um nationale Verengungen in politischer, rechtlicher oder geschichtlicher Hinsicht zu vermeiden, wird jedes Thema bewusst aus verschiedenen deutschsprachigen nationalen Perspektiven – Deutschland, Österreich, Schweiz – ausgeführt. Mit der inhaltlich und disziplinär breiten Herangehensweise füllt das Buch eine wichtige Lücke innerhalb der aktuelleren Publikationen zum Wohnen. Das Buch versteht sich als umfassendes Lesebuch zur aktuellen deutschsprachigen Wohnforschung: zwölf Schlüsselthemen, sprachlich verständlich erläutert und mit Abbildungen, Beispielen und weiterführenden Informationen illustriert. Das Buch richtet sich an alle Wohnenden, die Interesse an einer wissenschaftlichen Sicht auf ihre existenzielle Daseinsform haben.

Christine Hannemann, Nicola Hilti, Christian Reutlinger

49,00 € inkl. MwSt., ggfs. zzgl. Versandkosten
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Planung

Stadtplanung und Raumplanung – ein Überblick

Stadtplanung und Raumplanung beschäftigen sich mit der Entwicklung von Städten sowie mit räumlichen und sozialen Strukturen. Das umfasst beispielsweise die Bereiche Siedlungsentwicklung, Ökonomie, Freizeit und Erholung, Mobilität und Naturschutz.
 

Definition der Stadtplanung

Die Stadtplanung beschäftigt sich, anders als die Raumplanung, speziell mit der Entwicklung der Stadt sowie mit den räumlichen und sozialen Strukturen im Stadtraum. Davon ausgehend erarbeiten Stadtplaner Konzepte für das Aussehen und die Struktur sowie die Infrastruktur einer Stadt. Dabei werden öffentliche, rechtliche und private Belange beachtet mit dem stetigen Ziel der Konfliktminimierung.

Als Ordner der Bautätigkeit steuert die Stadtplanung im Rahmen der Bauleitplanung die Bodennutzung im Gebiet einer Gemeinde. Sie ist auch für die Infrastrukturentwicklung zuständig. Die Stadtplanung ist stets ein Ausdruck von gesellschaftlichen Prozessen und Bedürfnissen. Im Stadtplanungsamt werden gesetzlich erforderliche Planungsinstrumente wie der Flächennutzungsplan und Bebauungspläne vorbereitet.
 

Definition der Raumplanung

Die Raumplanung ist ein Überbegriff für alle Maßnahmen, die einen geographischen Raum ordnen und gezielt nutzen. Dabei geht es um bestimmte Verwaltungsgebiete, deren naturräumliche, wirtschaftliche und soziale Möglichkeiten genutzt werden können. In Deutschland lässt sich zwischen räumlicher Gesamtplanung wie etwa der Regional- und Landesplanung oder der gemeindlichen Stadtplanung sowie zwischen sektoraler Fachplanung unterscheiden. Dabei gehört die Stadtplanung als Disziplin der Raumplanung zur Gesamtplanung, während zum Beispiel Verkehrs- und Landschaftsplanung als Sektoren gelten.

Mehr noch als die Stadtplanung stellt sich die Raumplanung große Fragen danach, wie die Welt am besten verändert, genutzt oder geschützt werden kann. Entsprechend ist die Disziplin damit beschäftigt, die unterschiedlichen Anforderungen an Flächen zu analysieren und Konflikte und Chancen abzuwägen.
 

Rechtlicher Hintergrund

In Deutschland gibt es für die Stadtplanung und die Raumplanung mehrere rechtliche Grundlagen. Jedoch existiert kein rechtlich verbindliches Gesamtkonzept. Insbesondere in der Stadtplanung sind die Zuständigkeiten an verschiedene Ämter und Teilverwaltungen verteilt. Spezielle Stadtplanungsämter gibt es nur in größeren Städten. Neben übergeordneten Landesbehörden, halböffentlichen und privaten Institutionen sind auch politische Gremien und die Bürger (im Rahmen von institutionalisierten Beteiligungsprozessen) wichtige Teilnehmende an der Stadtplanung.

Der Gesetzgeber sieht je nach Größe des zu beplanenden Raums verschiedene Planungsebenen vor. Deren Aufgaben und Maßstäbe sind daher unterschiedlich. Es gilt ein hierarchisches Prinzip, bei dem die untergeordnete Ebene den übergeordneten Plänen und Programmen nicht widersprechen darf. Dies ist die hierarchische Ordnung in absteigender Reihenfolge:

  • Bund
  • Bundesland
  • Regierungsbezirke
  • Landkreise oder kreisfreie Städte
  • Gemeinden

Auf der Ebene des Bundes gibt es keine formellen gesetzlichen Regelungen zur Raumordnung oder Stadtplanung. Das Raumordnungsgesetz des Bundes gibt lediglich Hinweise zum allgemeinen Vorgehen. Jedoch sind informelle Instrumente vorhanden, die die Raumordnung in Deutschland leiten. Auf der Landesebene gibt es ebenfalls Raumordnungsgesetze und Landesentwicklungsprogramme oder -pläne, die zu beachten sind. In den darauf folgenden Regierungsbezirken oder Kreisen gibt es Regionalpläne. Und auf der kommunalen Ebene folgen Flächennutzungspläne und Bebauungspläne, die die Raumordnung auf der untersten Ebene steuern. Sie sind die rechtlichen Instrumente mit den meisten Details.

Übrigens: Auch das übergeordnete Planwerk des Europäischen Raumentwicklungskonzeptes ist in europäischen Ländern zu beachten.
 

Handlungsfelder von Stadt- und Raumplanung

Die Stadt- und Raumplanung hat die wesentliche Aufgabe, die langfristig gewünschte und mittelfristig zulässige Nutzung von Flächen in Deutschland zu bestimmen. Dabei geht es um Fragen wie »Wo darf gebaut werden?«, »Wer darf hier bauen?« und »Welche Gebiete sollen geschützt werden?«.

Darüber hinaus sind die Disziplinen auch damit befasst, wie sämtliche Bewohner eines Gebietes am besten versorgt werden können. Die Raumplanung gibt Vorgaben zur Bereitstellung von Transport und von technischen Ver- und Entsorgungssystemen sowie zur allgemeinen öffentlichen Infrastruktur, wie Schulen oder Arbeitsämtern, aber auch Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten für z.B. die ältere Generation. Damit werden Flächen erschlossen und in Wert gesetzt. Die Stadtplanung und die kommunale Infrastrukturplanung sind dafür zuständig, auf der lokalen Ebene diese größeren Visionen der Raumplanung umzusetzen.

Außerdem besteht ein wichtiges Handlungsfeld der Raumordnung in Deutschland darin, das Bauen zu kontrollieren und zu steuern. Das geht etwa durch die Festsetzung von Baudichten und Bauweisen. Bauherren müssen sich vor dem Bau darüber informieren, wo gebaut werden darf, was erlaubt ist und welche örtlichen Regelungen beachtet werden müssen. So soll ein verantwortungsvolles, zukunftsorientiertes Bauen garantiert werden.
 

Instrumente der Stadtplanung

Dies sind die wichtigen Instrumente, die die Raumordnung allgemein und die Stadtplanung speziell ermöglichen:

  • Rechtsvorschriften wie das Baugesetzbuch, die Bauleitplanung, Bau- und Modernisierungsgebote
  • Gesetzliche Regelungen für sektorale Planungen wie Verkehrs- und Naturschutz
  • Instrumente wie Pläne und Konzepte, die das Verhalten privater Investoren steuern und bei der verwaltungsinternen Koordination helfen
  • Stadtentwicklungspläne, sektorale Pläne und Generalverkehrspläne
  • Informelle Dokumente wie Stadtteilentwicklungspläne

Darüber hinaus arbeiten sowohl Raumplaner als auch Stadtplaner mit Experten aus anderen Sektoren zusammen, um ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen, was zum Beispiel den Umweltschutz beim Bau angeht. Zunehmend werden Beteiligungsverfahren zu einem wichtigen planerischen Instrument, das den geplanten Maßnahmen mehr Legitimität und Akzeptanz durch die Bevölkerung geben soll.
 

Ziele der Stadtplanung und Raumplanung

Stadt- und Raumplanung sind intrinsisch mit einer zeitlichen Komponente verbunden, denn sie haben ein bestimmtes Ziel hinsichtlich der Gestalt und Gestaltung von Städten oder übergeordneten Räumen. Sie integrieren viele einzelne Pläne in die Planungen.

Das wichtigste Ziel der Stadtplanung besteht darin, mit den vorhandenen Hilfsmitteln Flächennutzungspläne und Bebauungspläne für ein Stadtgebiet zu erstellen. Neben übergeordneten Plänen müssen dabei die Vorstellungen und Wünsche der Bevölkerung, ökonomische und ökologische Interessen sowie politische Aspekte beachtet werden. Die Stadtplanung vermittelt zwischen Stadtverwaltung und Stadtpolitik und ist zugleich von beiden abhängig, um Gültigkeit für ihre Pläne zu erhalten.

Die Raumordnung hat das übergeordnete Ziel, räumliche Anforderungen auf verschiedenen Ebenen abzustimmen, Konflikte auszugleichen und Vorsorge für die künftige Nutzung des Raums zu treffen. Wie auch in der Stadtplanung wird hier eine nachhaltige Balance aus sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Ansprüchen an den Raum angestrebt. Dabei möchte die Raumordnung die natürlichen Lebensgrundlagen schützen, wirtschaftliche Standortvoraussetzungen schaffen oder verbessern, langfristige Gestaltungsmöglichkeiten offenhalten, die Vielfalt von Räumen stärken und gleichwertige Lebensverhältnisse herstellen.

Erst ein Zusammenspiel aus Stadt- und Raumplanung unter Berücksichtigung von gesellschaftlichen, sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen und politischen Belangen macht das Wohnen wohnenswert.
 

Herausforderungen der Stadtplanung

Die Stadtplanung in Deutschland steht vor vielen Herausforderungen. Die Gesellschaft verändert sich, Wohnraum ist knapp und muss neugedacht werden, es gilt die Umwelt zu schützen. Oft fehlen Gelder für die Regionalplanung, weshalb der Städtebau von Geldern des Bundeslandes, des Bundes sowie von privaten Investoren abhängig sein kann. Nur mit ausreichender Finanzierung gelingt es, eine nachhaltige Stadtentwicklung zu realisieren. Diese sieht für jede Stadt anders aus, da sie unter anderem von den jeweiligen historischen Besonderheiten und aktuellen Herausforderungen abhängt.

Die moderne Stadtplanung sieht sich einer weiteren Herausforderung gegenüber: der feministischen Stadtplanung. Städte müssen sich an die speziellen Bedürfnisse von Frauen anpassen. Denn nach wie vor sind die meisten Stadtplaner Männer, was zu Städten führt, die für Männer gedacht sind. Faktoren wie Straßenbeleuchtung bei Nacht, frauenfreundliche öffentliche Toiletten oder Gemeinschaftsflächen werden dabei nicht immer bedacht, da sie tendenziell für Frauen bedeutsamer sind.

Sehr wichtig ist auch die nachhaltige Stadtplanung, und zwar insbesondere im Hinblick auf die ökologische Komponente: Jede Planung ist heute mit dem Klimaschutz und der Umwelt befasst. So trägt sie dazu bei, Klimaschutzziele mit dem Stadtentwicklungskonzept umzusetzen. Herausforderungen sind auch hier die Finanzierung, aber teils auch die Machbarkeit oder fehlende Datengrundlagen.
 

Herausforderungen in der Raumplanung

Die Raumplanung steht vor der Herausforderung, dass sie oft in die Natur eingreift, um etwa neue Wohngebiete oder Straßen auf freien Flächen zu errichten. Dies kann für den Umweltschutz von negativer Bedeutung sein. Zudem muss die räumliche Planung darauf achten, Vorhaben mit einem möglichst großen Konsens der Bevölkerung umzusetzen, um Konflikte zu vermeiden.

Wichtige Ziele der Raumordnung in Deutschland, die insbesondere zum Umweltschutz beitragen sollen, sehen wie folgt aus:

  • Entwicklung von Projekten und Konzepten nach dem Nachhaltigkeitsgedanken
  • Einhaltung fairer Verfahren bei der Umsetzung von Konzepten
  • Ressourcenschonende Verfahren bei der Umsetzung und Entwicklung von Konzepten